Schokoladengenuss kommt der Verkostung von Wein gleich oder der Suche nach dem richtigen Partner, denn auch bei der süßen Partnerwahl kommen alle Sinne zum Einsatz.
Der erste Eindruck ist immer ein sehr entscheidender. Von diesem hängt ab, ob wir dem Partner bzw. der Schokolade eine weitere Chance geben.
Schokolade sollte eine glatte, matt glänzende Oberfläche haben. Mangelnder Glanz kann auf Verderbtheit hinweisen. Weißlicher Film deutet auf eine zu warme Lagerung bei mehr als 25 °C hin und beeinträchtigt den zart schmelzenden Geschmack.
So wie es beim richtigen Partner „Klick“ macht, macht es bei der richtigen Schokolade hörbar „Knack“. Hochwertige Schokolade besitzt außerdem gerade, glatte Bruchkanten mit einer dichten Struktur. Wenn die Schokolade splittert, ist sie zu trocken. Wenn sie nur zögernd bricht, ist sie zu weich. Je höher der Kakaoanteil, desto leichter lässt sich die Schokolade brechen.
Gutes Aussehen und das gewisse Etwas reichen aber noch lange nicht aus. Edle Schokolade muss auch noch gut riechen. Wenn sie nach groben anstatt nach feinen Röstaromen oder übermäßig nach Vanille riecht, handelt es sich nicht um hochwertige Schokolade.
Schmelzen sollte unser Gegenüber nur bei unserem Anblick, nicht aber bei zu hohen Temperaturen. Daher ist eine ausgiebig conchierte Schokolade glatt und fein schmelzend – und zwar im Mund, nicht in der Hand.
Genau wie beim Wein beschäftigt sich die Schokoladenverkostung mit der Süße oder der Säure, der Harmonie der Aromen und dem Kakaogehalt sowie dem Abgang. Bei einer Verkostung ist es sinnvoll, mit dem niedrigsten Kakaogehalt zu beginnen. Für gefüllte Schokolade ist es gut, ein Thema zu wählen. Unser Thema lautet „Danke – mit allen Sinnen“. Zwischen den Proben kann man zur Geschmacksneutralisierung Wasser trinken oder Weißbrot essen.
Viel Spaß beim Verkosten!